Projekte

Unser Projekt – waren die Missionsstationen

Dornfeld, Aminuis u. Epukiro in Namibia

Der Bericht des reisefreudigen Zahnarztes Dr. Fritz Müller beschreibt die Situation in Dornfeld, Namibia bei seiner Ankunft 1988 wie folgt:dornfeld

„Während zum Schulbeginn an die 1.000 Kinder mit Eselskarren und Lastwagen von den oft weit entfernten Farmen angeliefert wurden, konnte ich in aller Ruhe und Sorgfalt in der „Siekekammer“ mein Behandlungszimmer einrichten.“

In 25 Jahren hat sich dort Vieles verändert.

Dornfeld – Namibia

Angeregt durch die Schilderungen von Dr. Fritz Müller ist seit Vereinsgründung im Jahr 1993 die Missions-Station Dornfeld mit ihren Außenstellen Aminuis und Epukiro Haupteinsatzgebiet des Vereins. 1600 Farmer-Kinder sind dort in den Internats-Schulen und werden durch Zahnärztinnen und Zahnärzte durch Afrodent behandelt. „Ich bitte Sie und Afrodent dringend“, so schrieb der damalige Leiter der Missionsstation, Dr.Pöllitzer an die Vereinsgründerin Dr. Ingrid Schuster „jedes Jahr jemanden zu schicken – vielleicht zwei oder auch drei Ärzte“.

Historie

Zahnarzt Dr. Friedrich Müller hatte Ende der achtziger Jahre die Internatsschulen der Schwestern der unbefleckten Empfängnis in Dornfeld , 200 km östlich von Windhoek, entdeckt. Damals reifte bei ihm der Gedanke für die dortigen Kinder eine zahnärztliche Versorgung zu organisieren.

So kam es, dass Dr. Ingrid Schuster sich im Frühjahr 1993 auf den Weg nach Dornfeld machte, um, wie schon zuvor Dr. Müller, mit einem einfachen um den Hals gehängten Mikromotor die Karies der Schulkinder zu behandeln und evtl. Zahnextraktionen vorzunehmen.

Am 02.06.1993 gründeten Dr. Müller und Dr. Schuster mit fünf Nichtkollegen den Verein Afrodent e.V.. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 15.12.1993. Den Status der Gemeinnützigkeit erhielt der Verein am 01.01.1994. Die Finanzierung des Projekts wurde in erster Linei zunächst durch die Altgoldspenden, gesammelt von Dr. Schuster und später von Dres. Frenzel, Dr. Wander, sowie Dres Fischer, gewährleistet. Weiterhin kamen Geldspenden aus dem Umfeld der Mitglieder.

1994 installierte Mitglied Dr. Bade seine gebrauchte Dentaleinheit in Dornfeld. Im selben Jahr arbeitete dort auch Dr. Judith Bohus

1995 war Dr. Cornelia Goettke in Dornfeld tätig.

1996 hatten die Kollegen Dr. Udo Steinert und Mike Porsche aus Kaufbeuren, ihrer Aussage nach, ausreichend Zeit, sich intensiver mit systematischen Zahnextraktionen zur Kfo-Prophylaxe zu befassen.

1997 flog Dr. Steffen Wander mit seiner Frau Christel nach Namibia.Es waren zahlreiche Reparaturen an der Dentaleinheit vorzunehmen. In Aminuis musste noch mit dem einfachen Mikromotor gearbeitet werden.

1998 arbeitete Kollege Udo Diedrichs sowohl in Dornfeld, als auch in Aminuis und Epukiro.

Im Jahre 2000 schlugen sich zwei Frischexaminierte – Susanne Lauger und Isabel Mendel – aus München tapfer durch. Sie konnten nun mit der neuen transportablen Transcare-Dentaleinheit arbeiten. Diese war eigentlich nur für die beiden Außenstationen vorgesehen, aber in Dornfeld war schon wieder , wie bereits 1997, der Kompressor aus der Ambulanz “ ausgeliehen “ worden

2002 konnten die Kollegen Daniel Pascher und Siad Abdin-Bey nur in Dornfeld arbeiten. Sie beklagten sich über mangelnde Unterstützung bei der Beschaffung von Materialien und der Genehmigung für kostenfreies Übergepäck. Da auch kein Empfehlungs-Schreiben der Namibischen Botschaft vorgelegen hatte,war das Material vier Tage beim Zoll blockiert.

2004 waren die Münchener Kollegen Dres.Brandt und Berthold in allen drei Ambulanzen tätig und montierten in Dornfeld Sideboards, Wandregale und einen vor geraumer Zeit angelieferten Röntgenapparat
Die Einrichtung der Internetseite http://www.afrodent-hilfe.de
wurde beschlossen, um dem Verein eine größere Breitenwirkung zu verschaffen.

In den Jahren 1999, 2001,2003 und 2005 waren keine Zahnärzte im Namen von Afrodent in Namibia im Einsatz.

2006 arbeiteten Dres. Ursula und Manfred Frenzel aus Ebenhausen in Dornfeld, Aminuis und Epukiro

2007 stellten sich Dres. Cornelia und Joachim Fischer aus Kleve zur Verfügung, um in allen drei Ambulanzen zu arbeiten. Auf ihre Initiative hin, war bereits eine komplette Sirona Dentaleinheit Fona A1 auf dem Seeweg von China nach Dornfeld unterwegs gewesen, aber in den Genuss, mit dieser modernen Apparatur arbeiten zu können, kamen sie erst drei Jahre später.

2008 waren Dres. Yvonne Wesselborg und Gregor Schlegel aus Köln das erste Team, das mit der neuen Einheit arbeiten konnte. Dornfeld erhielt durch sie auch den ersten Autoklaven und einen neuen Destillierapparat durch Dres. Fischer. In Aminuis und Epukiro wurde weiterhin mit Transcare ohne Behandlungsstuhl gearbeitet.

2009 fuhr Dr. Steffen Wander mit Ehefrau Christel und einer ZMF in alle drei Stationen. Diese entfernte sehr viel Zahnstein mit dem externen ZEG. Eine längst überfällige Materialliste wurde erstellt.

Da seit 2010 nun mehr Wert auf die Individual- und Gruppenprophylaxe gelegt werden sollte, flogen erstmals zwei Doppel-Teams nach Namibia. Dres. Leuer-Fischer bzw. Fischer aus Kleve konnten in Dornfeld endlich an “ ihrem “ Gerät arbeiten. Der Bestand wurde in einer to do Dokumentation für die nachfolgenden Behandlerteams festgehalten. Die Kolleginnen Dr. Ute Kohlstedt und Anne Weickert aus Erfurt arbeiteten mit Transcare in Aminuis und konnten dort den von Ihnen beschafften Finndent-Behandlunsstuhl benutzen. In Epukiro stand ihnen ein Ultradentstuhl aus dem Bestand von Dr. Wander zur Verfügung.

2011 war wieder das Kollegenpaar Dres. Leuer-Fischer bzw. Fischer in Dornfeld tätig. Dr. Peter Schöner betreute mit seiner Frau Anne die Stationen Aminuis und Epukiro. Leider hatte der Reflektor der Sirolux-Leuche den Transport nicht überlebt und so mußte wieder, wie in früheren Zeiten, eine Stirnlampe das Arbeitsfeld ausleuchten. Die Bestandsliste wurde durch Zusammenarbeit beider Teams aktualisiert und unbrauchbare Restbestände entsorgt. Materialien, deren Verfallsdatum innerhalb der Zeit lagen, die bis zum nächsten Besuch verstrich, wurden an die Schwestern zur Weitergabe an das örtl. Krankenhaus gegeben

2012 arbeiteten Dr. Ingrid Schuster mit Dr. Peter Schmidt aus Berlin in Dornfeld. Dr. Till Ropers aus Steinkirchen betreute mit seiner Frau Sabine Aminuis und Epukiro. Der Transcare-Koffer wurde in Dornfeld deponiert. Dadurch wurde der dauernden Hin- und Hersendung ein Ende gesetzt. Die Material- und Bestandsliste wurde aktualisiert, wie es nach jedem Einsatz obligatorisch sein sollte.

2013 Erneut waren die beiden Teams Dres. Fischer aus Kleve und Dr. Schöner aus Bottrop mit Ehefrau vor Ort.

2014 War es im März auf Grund von Änderungen der Arbeitsbestimmungen in Namibia nicht möglich ohne Registrierung beim Medical and dental council die Kinder zu behandeln – nur eine Untersuchung aller Kinder fand statt – so konnte Dr. Schöner nach abgelegter Prüfung und erfolgter Registrierung, die Kinder in Aminuis und Epukiro im Sept. / Oktober behandeln