Auch 2015 wieder in Namibia

Einsatz in Namibia vom 07.03. – 30.03.2015

Diesmal war ich mit meiner Frau alleine im Einsatz. Da ich der Einzige in unserem Verein bin, der in Namibia registriert ist, kann nur ich offiziell dort arbeiten. Alles andere wäre zu riskant.
Über die Behandlung in Gobabis/Dornfeld, Aminuis und Epukiro ist in den letzten Jahren so viel geschrieben worden, dass ich es kurz machen kann. Es gibt (natürlich ) immer noch große Unterschiede in Bezug auf Organisation und Unterkunft, aber daran sind wir ja mittlerweile gewohnt. Wieder hat sich gezeigt, dass für unsere Einsätze nur praxiserfahrene ( sowohl zahnmedizinisch,  als auch materialtechnisch ) Kolleginnen und Kollegen in Frage kommen. Der Umgang mit den Kindern gestaltet sich doch etwas anders als in Deutschland.Auch entspannt geht es:

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Die Geräte scheinen auf Grund der langen Standzeiten zwischen unseren Besuchen anfälliger zu sein und wenn man etwas zu reparieren hat, was man nicht selbst lösen kann, wartet man auf die techn. Hilfe länger oder vergebens. Überhaupt ist hier in Namibia das Wichtigste die Zeit. Die muss man haben, sonst hat man echte Probleme.

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<–Arbeitsplatz in Aminuis

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So arbeiten wir in Epukiro –>

 

 

 

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<–Unsere Fona in Dornfeld–>

 

 

Trotz Ausfällen und dank gelungener Reparaturen haben wir es geschafft, nahezu alle 1700 Kinder zu untersuchen und 350 behandlungsbedürftige Kinder behandelt.Dabei ist festzustellen, dass sich die Zahngesundheit von Jahr zu Jahr bessert, aber doch stark abhängig von der Lage der Schulen ist.

Wer Genaueres wissen möchte, schaue bitte auf meinen privaten Blog :   www.peters-touren.de     .
Was aber für unseren Verein am wichtigsten ist : Jetzt scheint sich ein Weg aufgetan zu haben, der auch in der Zukunft gangbar erscheint.
Ich hatte ein Gespräch mit Dr. J.J. Ruta, dem „obersten“ Zahnarzt in Namibia. Er empfing mich in seinem Büro im Gesundheitsministerium und ließ sich unser Anliegen vortragen.
Darauf erklärte er, dass es der Wille der Regierung sei, einen Überblick über die vielen kleinen Organisationen zu bekommen und zu wissen, wer in Namibia wann arbeite, daher die verschärften Maßnahmen.
Außerdem sei diese Kontrolle zur eigenen Sicherheit, denn nur, wenn ein offizieller Auftrag vorliege, sei man abgesichert, falls etwas passieren sollte.
Seine Anfrage, ob wir nicht evtl. mit DWLF fusionieren könnten, musste ich natürlich negativ bescheiden, da wir völlig unterschiedlich strukturiert sind und auch die Aufgabenstellungen nicht übereinstimmen.
Letztendlich gab mir Dr. Ruta den Rat , eine Eingabe beim Gesundheitsministerium vorzulegen, in der der Verein vorgestellt wird, die Intention des Vereins, wie er strukturiert ist, was er bereit ist zu erbringen und was wir vom Staat Namibia erwarten.
Einen evtl. Fürsprecher haben wir durch den Vorsitzenden der Zahnärztekammer Dr. Schwardmann, der zufällig auf der IDS unseren stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Fischer und seine Frau traf und von diesen auf unsere Problematik angesprochen wurde.
Dr. Ruta und Dr. Schwardmann nehmen Mitte April an einem Meeting teil, an dem über die Möglichkeit gesprochen werden soll, Vertretern von Hilfsorganisationen, die immer nur kurzfristig im Land tätig werden, die Ausübung ihrer Arbeit bzw. die bürokratischen Voraussetzungen dafür zu erleichtern.
Hoffen wir, dass dieses Meeting von Erfolg gekrönt wird.

Dr. Peter Schöner
1. Vors. AFRODENT



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