Kontaktsuche in allen Richtungen

Es ist nun soweit, dass wir die offizielle Bestätigung haben, dass die Papiere von Dr. Miller und mir vollständig sind und dass wir eine sog. “ oral examination “ ablegen können. Da dieser langwierige Weg aber für zukünftige Interessenten nicht machbar ist, habe ich natürlich versucht, andere Kanäle für Afrodent zu erschliessen. Dabei lernte ich auch den Erzbischof von Namibia kennen. Erzbischof Liborius Ndumbukuti Nashenda OMI war zu Besuch in Borken bei den dortigen Patres und so konnte ich etwas mit ihm über die Situation in Namibia sprechen.

Der Erzbischof und Mitabeiterinnen des Provinzialats

Der Erzbischof und Mitabeiterinnen des Missionsprokurs

Dann war es mir möglich – durch die Hilfe von Frau Haas bei der namibischen Botschaft in Berlin – einen Gesprächstermin mit dem Botschafter N. Gertze zu bekommen. Der Botschafter hörte sich meine Schilderung der Probleme, die wir in den letzten beiden Jahren haben, an und erklärte mir dann folgendes:

Auf Grund der Probleme mit verschiedenen ausländischen Personen, die angaben, Mediziner oder Zahnmediziner zu sein, aber nie eine Universität von innen gesehen hatten und auch, weil verschiedene Organisationen unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit nur ihr eigenes Interesse im Auge hatten, wurde im vorigen Jahr die Verpflichtung zur Prüfung eingeführt.                      Zur Zeit sind aber Bestrebungen im Gange zur Festlegung von Ausnahmen. Wir kennen so etwas ja auch in Deutschland. Auch für die geplante Maut sollen ja Ausnahmen festgelegt werden. Insbesonders wies er darauf hin, dass gerade Afrodent ja nun schon viele Jahre in Namibia tätig sei, wie er ja auf Grund der jährlich ausgestellten “ to whom it concerns “ Schreiben wisse. Ich wies noch einmal darauf hin, dass wir ja ohne Entgeld arbeiten, ja sogar Geld ins Land bringen, immer die gleichen Schulen besuchen und dort nie länger als drei Wochen arbeiten. Er versicherte mir, bei der nächsten Versammlung, die das Thema Ausnahmen auf der Tagesordnung hat – sie soll im September sein – auch unser Problem zu erörtern. Ich bat ihn besonders zu berücksichtigen, dass wir unter den momentanen Umständen gezwungen seien, unsere weitere Arbeit in Namibia einzustellen und uns ein anderes Land zu suchen, in dem unsere Tätigkeit unter einfacheren Umständen möglich sei. Der Botschafter zeigte volles Verständnis und wies seine Chef-Sekretärin, die die ganze Zeit anwesend war und mit der Problematik vertraut, an, unsere Sache weiter explizit im Auge zu behalten.

Ich hoffe, es war nicht nur politisch korrektes Verhalten. Nach 45 Minuten war unser Gespräch beendet

Dr. Peter Schöner       Bottrop

 



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