Einsatz 2011

Das Kollegenpaar Dres. Cornelia Leuer-Fischer & Joachim Fischer waren 2011 zum dritten Mal in Dornfeld wo sie sich fast schon zuhause fühlen.

GE DIGITAL CAMERADieses Mal bekamen sie das schönste Zimmer, das ihnen die „sisters of immaculate conception“ zur Verfügung stellen konnten. Sie widmeten sich wieder stark der Individualprophylaxe, wobei auch Plaquefärbemittel eingesetzt wurde – ein Procedere, das, obwohl Kassenleistung, nicht einmal in allen deutschen Zahnarzt-praxen zum Tragen kommt.

Nach den Kollegen Fischer übernahmen 2011 Dr. Peter Schöner aus Bottrop und seine Frau Anne den Charity-Job in Aminuis und Epukiro.

Hier deren verkürzter Bericht:

„Wir wurden (in Aminuis) herzlich von den Schwestern Jutta, Ansgardis und Rosa Maria empfangen

Obwohl von zuhause her mit der Gruppenprophylaxe gut vertraut, habe ich mich auf die Individual-Prophylaxe geworfen.

image183Es war überwältigend. Bei den Kontrollen nach 2 oder 3 Tagen waren alle Gebisse, bis auf 2 – 3, in einem hervorragenden Zustand … Dazu kam, dass die Kinder äußerst erfreut und stolz waren, wenn ich die deutlichen Verbesserungen bemerkte und sie dafür lobte. … auch waren sie sehr stolz darauf, dass ihnen persönlich diese Dinge nahe gebracht wurden.“

Es war nur etwas störend, dass der OP-Stuhl nur von der Helferinnenseite aus zuimage148 bedienen war … auch die OP-Leuchte war nicht funktionsfähig … also kam die gute alte Kopflampe zum Einsatz.

“ …Weiter ging es nach Epukiro. Gott sei Dank hatten wir Simon von Aminuis als Fahrer und Helfer mitbekommen Wir kamen also in Epukiro an und standen da, wie der image109Ochse vorm Berg, obwohl vorher von Dornfeld aus angerufen worden war … Pater (Raimund) beim Mittagsschlaf und Bruder John ausser Haus …

Die OP-Leuchte konnte nicht angeschraubt werden, da die Bohrungen am extra angefertigten Stuhladapter nicht mit den Bohrungen am OP-Stuhl fluchteten. Der Reflektor der Op-Leuchte war zerbrochen, der Traytisch konnte nur provisorisch befestigt werden, da der passende Sechskantschlüssel fehlte.

„Der Autoclav arbeitet einwandfrei, ist aber „inkontinent“ … mußten wir auf gefiltertes Regenwasser zurückgreifen … die 2 Kanister Aqua dest (10 Liter !!) reichten nicht aus.

image290„Leider war auch hier wieder etwas mit den Zahnbürsten schief gelaufen. Pater Raimund hatte zwar 1000 Bürsten bekommen … nicht an die Schule weiter gegeben, sodass die meisten der Kinder aus dem Ort keine Bürste hatten“. ….“So schafften wir es bis zum Abend 286 Kinder (die PrePrimary eingeschlossen) zu untersuchen.“

„Und hier (in Epukiro) geschah etwas, was wir bisher noch nicht erlebt hatten, größere Jungen fingen an zu heulen, wenn man nur an den Mund kam. Die Mädchen zeigten sich wesentlich tapferer.“ ….“Ich wollte den Behandlungsstuhl verstellen, um Füllungen im Oberkiefer zu machen. Leider keine Funktion.“

„Am Freitag (der letzte Tag) kam dann auch noch der Kindergarten. 36 Stöppken, mehr oder minder süß. Sie bekamen jeder eine Kinderzahnbürste mit dickem Griff und kleinem Kopf, die mir von den Fischers überlassen worden waren.“

„Nun haben wir auch die Arbeit in Epukiro hinter uns gebracht … Leider waren gegen Ende nicht mehr genug Handschuhe in meiner Größe (Größe XL) da, da ja die Kiste, in denen die meisten Packungen waren, verschwunden war. Ich hatte daher leichte Verkrampfungen gegen Mittag und Abend in den Händen gehabt, weil die viel zu kleinen Handschuhe alles zusammenpreßten“
… „wollten eigentlich nach dem Abendessen weiter machen (mit Aufräumen und Verpacken). Da kam jedoch (der schüchterne) Pater Raimund auf die Idee, wir könnten uns doch bei einem Fläschchen Bier noch zusammensetzen. So trafen wir uns also das erste Mal im Fernsehzimmer. Bruder John stellte sich als lustiger Plauderer heraus, bei dem man nur darauf achten muss, welche Sprache er gerade benutzt – Afrikaans, Deutsch oder Englisch. Manchmal auch kunterbunt durcheinander.“

„Zusammenfassend möchte ich sagen, dass uns die Arbeit sehr viel Spass gemacht hat. Die strahlenden Blicke der Kinder, wenn sie dann festgestellt hatten, dass es garnicht so schlimm war und auch die freundliche Aufnahme durch die Schwestern halfen über die kleinen Mißlichkeiten hinweg“

Dr. Peter Schöner, 11. 04. 2011  (per mail aus Dornfeld)

 



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