Auch 2012 sind wieder Teams vor Ort

Auch in diesem Jahr wurden die Missionsschulen wieder von Afrodent-Teams besucht.

In Dornfeld waren  Dr. Ingrid Schuster und Dr. Peter Schmidt vor Ort, während in Aminuis und Epukiro Dr. Till Ropers mit Ehefrau Sabine eingesetzt waren. Der Einsatzzeitraum war diesmal Februar / März.

Bericht von Till Ropers ( gekürzt )
Für den Aufbau der Station mit Pflege, Wartung und Instandsetzungen
bis hin zur Einsatzbereitschaft musste ich je einen Tag ansetzen.
Nach den ersten Stunden der Reihenuntersuchungen und
Befunderhebungen wurde klar, dass die eine verfügbare Woche für
Aminuis  nicht ausreichte, eine Zeitverlängerung aus
organisatorischen Gründen aber nicht möglich war………..
Befunde: nicht mehr so viele naturgesunde Gebisse, ein größerer Teil
Fissurenverfärbungen/-erweichungen mit oft schon tiefen Kavernen
darunter, teilweise tiefe Destruktionen . Diese Gruppe kann man ja nur quadrantenweise und mit Injektion behandeln.

In Epukiro waren wir ja schon vorgewarnt und haben zu Lasten des
Gewissens von Anfang an „extensiv“ diagnostiziert. Hier kam hinzu, dass
wir hier keine hilfreichen Hostelmütter oder -väter dabei hatten, sondern
jeweils nur die Lehrer. Abends klopfte dann Bruder John bei uns an, ob
ich ihm helfen könne, da die Kühlanlage ausgefallen sei und alles Fleisch
verdürbe. Wir haben mit sehr afrikanischen Eingriffen am Elektromotor
und Ventilator gearbeitet, und gegen Mitternacht konnten wir uns
abklatschen: Das System arbeitete wieder. Am nächsten Morgen war es
dann endgültig kaputt.
Plötzlich mußten wir erfahren, dass unsere beiden einzigen Kontaktpersonen Brother John u n d Father Raymund für mehrere Tage nicht in Epukiro sein würden und dass unser Rücktransport nach Dornfeld unsicher sei, wenn wir nicht am nächsten Tag mitführen.
Mit Gewaltakten haben wir unser schon arg gestrafftes Programm
nochmals gestrafft, haben es am späten Abend beendet und in der
Nacht die Praxis abgebaut, transportfertig gemacht bzw. eingewinteıt.

In Dornfeld war man überrascht und not amused, dass wir schon wieder
da waren, hatte man doch mit den Wasserbauern, einer Praktikantin und
zwei alten Schwestern als Pensionsgästen schon die Bude voll. Wir
haben dann dort repariert, geordnet, gelistet und damit nicht die Zeit
totgeschlagen, bis wir von Margarethe, einer Nichte von Sr.Ansgardis,
mit deren Leihwagen zum Flugplatz mitgenommen werden konnten.
Kurzbericht von Peter Schmidt
Am Sonntag dem 19.2. haben wir die Praxis arbeitsfertig gemacht. Ab dem 19.2. bis zum 3.3.2012 begannen wir mit dem Dienst von 8-18 Uhr mit einer kurzen Mittagspause an insgesamt 12 Arbeitstagen. Leider waren einige Unterbrechungen nicht zu vemıeiden, da der Techniker aus Windhoek kommen musste. So am 20.2. wegen eines defekten Schlauchs, am 23.2.Installation des
neuen Kompressors, so war auch am 27. und 28.2 zeitweise die Wasseızufuhr unterbrochen. Die Kinder aller Klassen von 1-12 wurden untersucht. Wir haben 214 Füllungen gelegt(hauptächlich F1 im Molarengebiet), 171 Zahnsteinentfernungen, 33 Extraktíonen vorwiegend von Milchzähnen, 7
mehrflächige Eckenaufbauten im Frontzahnbereich.                                       Der neue Kompressor und alle wichtigen Geräte wurden im Behandlungsraum eingeschlossen. Ich habe Schwester Angela darum gebeten, ein sicheres
Schloss einbauen zu lassen. Erwähnen möchte ich noch, dass uns mit der Münchner Abiturientin Katja Feiler eine sehr tüchtige und umsichtige Helferin zur Seite stand.

Leider stehen keine Bilder aus diesen Einsätzen zur Verfügung (P.S.)



Comments are closed.